| Mit dem Defibrillator gegen den plötzlichen Herztod kämpfen |
| Mittwoch, 31. Januar 2007 | |
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Attendorn. (wp) Die Rotkreuzgemeinschaften aus Attendorn und Finnentrop führten jetzt zusammen mit der Rettungshundestaffel Südwestfalen in der Attendorner Stadthalle einen gemeinsamen Ausbildungstag durch. Ziel war es unter anderem, die Helfer in der Anwendung eines Defibrillationsgerätes zur Therapie bei plötzlich auftretenden Herz-Kreislauf-Störungen zu unterrichten. Nachdem Dr. Uwe Stracke sowie Rotkreuzarzt Ralf Nowak die Helfer unterrichtet hatten, ging der Ausbildungsbeauftragte für interne Aus- und Fortbildung, Kai Stracke, auf die Gefahren des "plötzlichen Herztodes" ein und erläuterte das halbautomatische Defibrillationsgerät. Der plötzliche Herztod kostet pro Jahr in Deutschland fast 200 000 Menschen das Leben. Verbunden damit ist fast immer das "Kammerflimmern", das zum Tode führt, wenn nicht in kürzester Zeit geholfen wird. Hier hilft der Defibrillator, der zur Ausrüstung eines jeden Rettungswagens zählt. Die DRK-Gemeinschaft Attendorn verfügt bereits seit dem Jahr 2000 über ein halbautomatisches Defibrillationsgerät. "Der Einsatz dieses Gerätes erfordert für alle DRK-Helfer neben einer speziellen Ausbildung regelmäßige Fortbildungen", so Kai Stracke während seines Vortrags. "Da es beim Kammerflimmern auf jede Minute ankommt, ist der Defibrillator in Attendorn bei Sanitätsdiensten immer mit dabei - besonders bei Großveranstaltungen in der Innenstadt, wie zum Beispiel Karneval." Neben der praktischen Anwendung des Defibrillators wurden von den Teilnehmern an verschiedenen Stationen auch die Arbeiten mit Spineboard und Schaufeltrage (Tragehilfen) ausführlich geübt. Zum Abschluss des Tages fand dann für alle DRK-Helfer noch eine Einsatzübung unter der Leitung von Zugführer Mike Springob statt. Hierbei wurde angenommen, dass bei einem Rock-Konzert in der Attendorner Stadthalle eine Schlägerei stattgefunden habe. Die Helfer mussten neben der Versorgung der Verletzten auch ein Zelt aufbauen und dies mit der entsprechenden Inneneinrichtung für die Erstversorgung der verletzten Personen ausstatten. "Der Ausbildungsstand unserer DRK-Helfer ist sehr hoch. Das hat auch diese Veranstaltung wieder einmal bewiesen", betonte Herbert Keseberg, Rotkreuzleiter in Attendorn, am Abend des Tages stolz und zufrieden. |