| Ein Besuch bei der Feuerwehr |
| Samstag, 13. Mai 2006 | |
|
Attendorn: Rettungshundestaffel Südwestfalen informiert sich über technische Neuerungen ATTENDORN (ih) Die Mitglieder der Rettungshundestaffel Südwestfalen e.V. folgten am vergangenen Mittwoch der Einladung der Freiwilligen Feuerwehr, um sich mit den erweiterten Möglichkeiten, die der neue Einsatzleitwagen bietet, bekannt zu machen. Die 13 ehrenamtlichen Mitglieder der Rettungshundestaffel mit ihren 12 Hunden (davon 5 Hunde mit Hauptprüfung Fläche und 1 Hund mit Hauptprüfung Trümmer) werden in unsere Region vor allem dann zur Hilfe gerufen, wenn Menschen, die Feuerwehr oder Polizei als vermisst gemeldet werden, in unwegsamen oder kaum zugänglichen Gelände vermutet werden. Dieses Gebiet wird, je nach Fähigkeit und körperlicher Verfassung des Hundes, in verschieden große Bereiche aufgeteilt, die Suchgruppenführer und der Hundeführer mit seinem Hund gemeinsam durchkämmen, wie bei der Simulation gezeigt wurde. Bei dem Training, das zweimal in der Woche auf den der Staffel von Sponsoren zur Verfügung gestellten Flächen in Attendorn, Wilnsdorf und Burbach absolviert wird, spielen vor allem die Juniorhelfer die Vermissten. Da können die jungen Nachwuchshundeführer, wie Marvin auch mal ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen, denn ein wichtiger Bestandteil der zweijährigen Ausbildung der Hunde ist, dass sie sich nicht von weinenden oder nach ihnen schlagenden Menschen verscheuchen lassen, sondern so lange bei ihnen bleiben, bis der Hundeführer zur Stelle ist. Aber nicht nur die Flächensuche wird immer wieder geübt, sondern auch die Durchsuchung von Häusern, die bei den gemeinsamen Übungen mit der Feuerwehr zwei bis drei mal im Jahr eigens vernebelt werden, um die Situation eines Feuers für die Hunde möglichst echt zu gestalten. Die Hunde, die alle als Privattiere bei ihren Hundeführern leben, müssen jedes Jahr eine neue Prüfung ablegen, um zu gewährleisten, dass sie alle Aufgaben schnell und einwandfrei bewältigen können. Zudem besteht die Möglichkeit, in Lehrgängen neue Fähigkeiten zu erlernen. So hat Mischling Bobby gemeinsam mit Besitzer Mario Agresta zusätzlich zur Flächenprüfung auch die Prüfung zum Trümmerhund abgelegt und könnte nun auch nach verschütteten Menschen suchen. „Für mich war es wichtig, dass der Hund eine Aufgabe hat, die sinnvoll ist und uns beiden auch noch Spaß macht. Und da ist die Rettungshundestaffel die beste Möglichkeit“, sagt der Ausbildungsleiter. Bei der Ausbildung zum Rettungshund wird keine Rasse besonders bevorzugt. Es ist wichtig, dass der Hund eine gute Kondition hat, denn wenn man zweieinhalb Stunden einen 120 000 qm großen Wald durchsucht, verlangt man dem Tier schon eine Menge ab“, so der Ausbildungsleiter. Hundebesitzer, die gemeinsam mit ihrem Tier Teil der ehrenamtlichen Rettungshundestaffel werden möchten, können sich auf www.rettungshundestaffel-swf.de über die Termine für ein Probetraining informieren. Auch Menschen, die keinen Hund aufnehmen können, sich aber trotzdem in der Hundestaffel engagieren möchten, haben die Möglichkeit als Suchgruppenführer das Team zu unterstützen.
|