| Die "Nummer sicher" vermisste Personen |
| Montag, 30. Januar 2006 | |
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Direkter Draht zur Rettungshundestaffel eingerichtet sib Ferndorf. Ihre Einsatzfähigkeit demonstrierte die Rettungshundestaffel Südwestfalen im Bundesverband Rettungshunde (BRH) am Wochenende auf beeindruckende Weise: Sechs Tiere sind geprüft und als Flächensuchhunde einsetzbar, außerdem übergaben die 1. Vorsitzende Annette Denker-Blach und Zugführer Rüdiger Westheide eine Alarmierungstelefonnummer an die zuständigen Stellen. Landrat Paul Breuer bedankte sich dafür, dass sich die ehrenamtlich Tätigen dieser „schönen, aber sicherlich auch harten Arbeit“ stellen. Auch würdigte er die Zielsetzung, dass demnächst mit der DRK-Rettungshundestaffel kooperiert werden solle. Neben dem Landrat erhielten auch Kreisbrandmeister Bernd Schneider, der Kreisordnungsamtsleiter Henning Setzer und Volker Intemann. Einsatzdezernent der Kreispolizeibehörde, die Nummer. Ab sofort kann die Einsatzstelle der Polizei die Staffel unter dieser Telefonnummer rund um die Uhr kostenlos alarmieren. Bei der Suche nach Personen können so Leben gerettet werden. Gerufen werden könnte die Staffel beispielsweise bei vermissten älteren Menschen, verirrten Pilzsammlern oder Selbstmordgefährdeten, die einen Abschiedesbrief hinterlassen haben. Insgesamt verfügt die Staffel über zwölf Hunde, sechs davon haben ihre mehr als zweijährige Ausbildung nun hinter sich gebracht. Inka, Bobby, Merlin, Ole, Baliska und Bishop haben auf dem Vereinsgelände, das die Eisen- und Metallwerke Bender zur Verfügung stellen, lange geübt, davon konnten sich auch die Gäste bei der Übergabe der Alarmierungsnummer überzeugen. Für sie gab es Vorführungen mit den Tieren an Brücke, Kriechrohr und Wippe. Die Rettungshundestaffel feiert übrigens in diesem Jahr ihr fünfjähriges Bestehen. Im Februar 2001 war sie von drei Frauen gegründet worden und arbeitet unter dem Dach des BRH, eine anerkannte Katastrophenschutzorganisation, die für eine einheitliche Ausbildung von Rettungshunden und Hundeführern sorgt. Der Verein hat mittlerweile 14 Mitglieder. Für die Zusammenarbeit von Hund und Mensch ist ein vertrauensvolles Verhältnis nötig. Nach einer Eignungs- und Vorprüfung kann ein Team die Hauptprüfung absolvieren, die ein Leistungsrichter des BRH abnimmt. Die dauerhafte Einsatzfähigkeit des Teams wird durch eine jährliche wiederkehrende Wiederholungsprüfung sichergestellt. Die Prüfung der Hunde umfasst ´neben Geschicklichkeit auf diversen Geräten auch Suchaufgaben, die so genannte „Nasenarbeit“ wobei ein Team in 20 Minuten zwei vermisste Personen in einem unübersichtlichen Waldgelände auffinden muss. Praktische und theoretische Kenntnisse in einsatzrelevanten Feldern müssen die Hundeführer beherrschen, wie etwa Erste-Hilfe und Funkausbildung oder Einsatzmanagement. Mindestens zweimal wöchentlich trainiert die Staffel auf diversen Geländen in Junkernhees, Müsen, Fernhof, Wilnsdorf, Burbach und Attendorn. Denn ständig sollten die Hunde mit wechselnden Gebieten und Situationen konfrontiert werden, um auch im Realeinsatz die Ruhe zu bewahren. Weitere Infos gibt es unter www.rettungshundestaffel-swf.de.
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