Tiefgaragenbrand mit viel Qualm – nur eine Übung
Mittwoch, 12. Oktober 2005
Attendorn. (ag)
Dicker Rauch quillt aus der Tiefgarage des Franziskanerhofes an der Hansastraße. Vier Personen sind vermisst, die Feuerwehr ist eingetroffen, technisches Gerät wird in Windeseile aufgebaut, die Drehleiter fährt gute 30 Meter aus, um das oberste Geschoss zu erreichen.
Dann kommt die Rettungshundestaffel zum Einsatz. Man sieht die Hand vor Augen nicht mehr, schweres Atemschutzgerät wird angelegt, die Männer tappen hinein in die rauchende Finsternis. Gut, dass man die neue Wärmebildkamera aus Olpe zur Verfügung hat, ohne die man gar nichts mehr sehen könnte. Dann ein Ruf des Einsatzleiters durchs Megaphon: „Ist der Bürgermeister noch da? Der soll mal kommen, sich das phänomenale Ding anschauen. Nicht gleich kaufen, nur mal anschauen...“ Aus der vielköpfigen Zuschauermenge hinter dem rotweißen Absperrband löst sich eine baumlange Gestalt und überquert die Straße. Denn – Gott sei Dank – es ist nur eine Übung. Mit der diesjährigen Schlussveranstaltung des Attendorner Löschzuges konnten die Blauröcke der Hansestadt wieder einmal ihre Tatkraft an einem Großprojekt unter Beweis stellen. Besonders bewundert wurden dabei die Hunde der Einsatzstaffel Südwestfalen, die man sogar dazu bewegen konnte, in luftiger Höhe den Korb der Drehleiter zu erklimmen. Vier Ordensschwestern standen derweil auf dem obersten Balkon, um sich das durchorganisierte Zusammenspiel der Rettungskräfte von den besten Plätzen aus anzusehen. Ihnen blieb die Luftnummer mit der Leiter jedoch erspart.
Nur eine Übung – Gott sei Dank. Aber der künstliche Qualm ließ deutlich etwas von der Bedrohlichkeit des Ernstfalls verspüren. Foto: Achim Gandras