Wasserortung kennengelernt
Mittwoch, 28. September 2005

BRH-Rettungshundestaffel: Seminar in Wilhelmshaven

Kreuztal/Wilhelmshaven. Einige Mitglieder der Rettungshundestaffel Südwestfalen des Bundesverbandes Rettungshunde (BRH) nahmen jetzt an einem Wasserortungsseminar in Wilhelmshaven teil. Angeboten wurde es von der BRH-Rettungshundestaffel Wilhelmshaven-Friesland, die auf eine fünfjährige Erfahrung auf diesem Gebiet zurückblicken kann. Vermittelt wurde zunächst das theoretische Grundwissen, bevor mit praktischen Übungen für die Hunde begonnen wurde. Erste Schritte wurden dabei an Land unternommen, denn die Hunde mussten erst einmal lernen, was von ihnen später auf dem Wasser verlangt wird. Parallel dazu wurden mit den Tieren in den zur Wasserortung verwendeten Booten Rundfahrten auf dem Wasser unternommen, damit sie die Angst davor verlieren und sich später voll auf ihre Arbeit konzentrieren können. Die Wasserortung ist im Gegensatz zur Wasserrettung eine reine Leichensuche, heißt es in einer Pressemitteilung. Helfen können die Rettungshundestaffeln dabei den Angehörigen, von ihren ertrunkenen Familienmitgliedern Abschied zu nehmen, Gewissheit zu haben, was geschehen ist und sie ihrem Glauben entsprechend bestatten zu können. Auch die Polizeitaucher sind den Hunden für ihre Arbeit sehr dankbar. Sie müssen auf diese Weise nicht mehr ganze Gewässer absuchen. Der Radius kann stark eingeschränkt werden, je nach Wetterlage bis auf einige Meter genau. Die Ausbildung der Hunde nimmt ähnlich wie bei der Flächen- und Trümmersuche rund zwei Jahre in Anspruch. Da sich im Einsatzgebiet der Rettungshundestaffel Südwestfalen viele Gewässer befinden, z. B. der Landeskroner Weiher oder auch die Bigge oder die Sieg zeigt die Staffel großes Interesse an dieser Art der Personensuche und wird die Wasserortung in ihr Ausbildungsangebot mit aufnehmen.