 Walter Viegener (Mitte) stellt der Rettungsstaffel Südwestfalen e.V. seinen Wald zur Verfügung. (Foto: bsg) Blindes vertrauen zwischen Mensch und Tier ist BedingungAttendorn (bsg). Wenn sich Menschen in unwegsamen Gelände verirren, wenn Kinder vom Spielen nicht mehr nach Hause kommen oder Unfallopfer, die im Schock weglaufen, vermisst werden, dann wird oft die Rettungshundestaffel gerufen.
Aber auch wenn Häuser einstürzen und noch Menschen in den Trümmern vermutet werden, ist die Stunde der Vierbeiner.
Doch vor dem Ruhm haben die Götter den Schweiß gesetzt, und das gilt auch für Rettungshunde und ihre Hundeführer. Daher steht nicht nur für die Rettungshundestaffel Südwetsfalen, die im Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Olpe agiert, zweimal wöchentliches Training auf dem Programm.  Für Hund Ole und seine Hundeführerin Inge Wortmann kein Problem. Sie sind auch in luftiger Höhe eine eingespieltes Team.
An diesem Wochenende richtete die heimische Staffel das gemeinsame Training der Rettungshundestaffel NRW mit sieben Staffeln aus Ostwestfalen-Lippe, Wesel, Warendorf, Münsterland, Lippe-Ems, Rhein-Sieg und Südwestfalen aus. 55 Hundeführer und 40 Hunde waren unterwegs. Als Übungsgelände stellte Walter Viegener rund 100 ha seines Waldgebietes bei Dahlhausen zur Verfügung. Sechs Stationen mussten auf einem Weg von zehn Kilometern angesteuert werden. Hier galt es, verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Zur Orientierung bekamen die Gruppen, die sich gemischt aus Teilnehmern aller Staffeln zusammensetzten, eine Karte mit Wegkoordinaten in die Hand. An der ersten Station warteten Dr. Ralf Nowak und Eberhard Götze vom DRK.
Hier mussten die Hundeführer gemäß den neusten Richtlinien eine Wiederbelebung durchführen. Danach trafen die Gruppen auf das THW Lennestadt. Diese seilten die Hunde mit ihren Führern über eine Schlucht ab. Hier zeigte sich, ob der Hund auf sein Herrchen vertraut. Bei Inge Wortmann und ihrem Hund Ole keine Frage. Der Hund der stellvertretenden Vorsitzenden der Staffel Südwestfalen ist schon ein echter Profi. Die Feuerwehr Attendorn war auch vor Ort. Sie hatte einen Leiterparcour aufgebaut. Für Hunde eine schwierige Übung, denn die Koordination der Hinterbeine beim Überqueren der Leiter ist besonders schwierig. Aber der Briard-Mix Rüde Bobby des stellvertretenden Ausbildungswarts Mario Agresta hatte lange geübt und schaffte dieses Hindernis spielend. An einem anderen Punkt wurden die Hunde gezielt zu markierten Stellen geschickt. Sie mussten sich dabei ganz auf das Kommando ihres Führers verlassen. Überraschung am nächsten Punkt. Ein Mensch wird nach einem Unfall im Wald vermisst und die Hunde sollen ihn finden. Hier ist Vorsitzender Andre Münchow zur Stelle und mit ihm, was man kaum glauben kann, seine Pudelhündin Ninja. „Pudel sind dafür ausgezeichnet geeignet. Sie sind nach den Border Collies die intelligenteste Hunderasse“, weiß er aus Erfahrung. |